FC Winterthur
Relaunch der Webseite
Mit der konsequenten Professionalisierung des Vereins in den letzten Jahren wuchs der Wunsch, noch besser und effizienter mit den verschiedenen Anspruchsgruppen, allen voran den Fans, zu kommunizieren...
Die Auftraggeberin
Der FC Winterthur gehört in der schweizerischen Fussballlandschaft zu den auffälligsten Clubs. Sportlich in den letzten Jahrzehnten zwar zweitklassig, entwickelte die Clubführung einen Verein mit klaren Werten, buntem und publikumswirksamem Auftritt sowie einer grossen, treuen und friedlichen Fanbasis. Mit Erfolg: Der FCW begeistert mit seiner Bier- und Sirupkurve weit über die Stadtgrenzen hinaus und stieg zuletzt im Frühjahr 2022 in die oberste Liga auf. Neben dem Profifussball der 1. Mannschaft gehören die Frauen- und Nachwuchsteams sowie der FCW Brühlgut zur Institution.
Das sagt der Kunde
Leiter Marketing FC Winterthur
Die Ausgangslage
Mit der konsequenten Professionalisierung des Vereins in den letzten Jahren wuchs der Wunsch, noch besser und effizienter mit den verschiedenen Anspruchsgruppen, allen voran den Fans, zu kommunizieren. Dabei will der FCW die weitum beliebte Charakteristik und Andersartigkeit gegenüber den konventionellen Auftritten anderer Clubs beibehalten. Gleichzeitig sollte der inzwischen vorherrschenden mobilen Nutzung noch besser Rechnung getragen sowie wiederkehrende redaktionelle Tätigkeiten auf der Geschäftsstelle reduziert werden. Schon vor dem immer greifbareren Aufstieg in die Super League in der Saison 21/22 wurde der Schritt zu einer potenten, zentralen und effizienten Kommunikationsdrehscheibe unausweichlich.
Der Auftrag
Der neue Auftritt soll an Bewährtes anknüpfen: Das Unkonventionelle, die integrale Politik innerhalb und ausserhalb des Vereins, den Duft der Schützenwiese. Reduziert werden musste dabei zwingend der redaktionelle Aufwand im Backend, gesteigert werden die Möglichkeit, Anspruchsgruppen effizient und zielgruppengerecht zu bedienen. Das BfE übernahm in diesem Prozess die vielschichtige Projektleitung, die Auswertung und Interpretation der Zugriffsstatistiken, die Involvierung unterschiedlichster Ansprechpersonen (Stakeholder), die Begleitung des UX-Prozesses sowie die technische Umsetzung und schlussendlich Betrieb / Weiterentwicklung.
Die Herausforderung
Die grosse Anzahl berechtigter Interessen innerhalb der Organisation bedingte eine enge, behutsame, aber dennoch bestimmte Begleitung des Projektes. Erschwerend, wenngleich ungemein erfreulich, kam der Aufstieg mitten im Projektverlauf dazu. Dieser sportliche Erfolg band parallel zahlreiche Ressourcen auf Seiten des FCW in anderen Projekten. Gleichzeitig rückte dieser den digitalen Auftritt des Vereins in ein zusätzliches öffentliches Licht, was den Druck auf das Projektteam zusätzlich erhöhte.
Der Prozess
Nach einem pragmatischen Projektstart griffen die beteiligten Hände rasch ineinander. Aufgaben wurden auf die einzelnen Parteien verteilt und eingeplant. Dank der Vorkenntnisse aus mehreren Jahren Betreuung der bisherigen Seite, konnten viele Learnings von Anfang an einfliessen. Nicht zuletzt die im Voraus noch unklare Ligazugehörigkeit des Fanionteams brachte schnell die Erkenntnis, dass wöchentliche Treffen und eine partiell agile Vorgehensweise unerlässlich sind.
Um die wertvollen Erkenntnisse der letzten Jahre zu nutzen, wurden zum einen das Tracking ausgewertet und zum anderen zahlreiche User-Stories erarbeitet. Diese zielorientierten Sammlungen von Bedürfnissen der zu erwartenden Nutzer:innen wurde ausgewertet und in «Segmente», «Auslöser» und «Ziele» unterteilt. Damit wurde derRahmen für den pragmatischen Aufbau der Seite gelegt.
Parallel begann Entwicklung schon früh mit der Umsetzung erster Komponenten. Diese Zweigleisigkeit war durch die kurze Saisonpause schlicht unerlässlich, aber nur dank des grossen Vertrauens zwischen allen beteiligten Parteien möglich. Die Grafik, inklusive der eigens entwickelten FCW-Schrift, wurde laufend verfeinert und die Führung der Nutzenden auf die neuralgischen Inhalte «Matchcenter», «Ticketing» und «Services» ausgerichtet. Gleichzeitig soll den übergeordneten Botschaften des FCW genügend Platz einräumt werden.
Die automatisierte Übernahme möglichst vieler Werte und Daten (von A wie Aufstellung bis Z wie Zuschauerzahlen), welche von Verbänden und Ligen über globale Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden, wird die operative, redaktionelle Tätigkeit erleichtern und für zusätzliche Aktualität sorgen.
Mit genügend Vorlauf zum ersten Spieltag in der Super League geht die Seite, mit allen als zentral definierten Elementen, online. Die laufende Weiterentwicklung ist dabei nicht nur angedacht, sondern strategisches Element des Projekts. Wir freuen uns, den Fans gemeinsam mit dem FC Winterthur laufend neue, spannende Entwicklungsschritte vorstellen zu dürfen. Hopp Winti!
Das Resultat
Rechtzeitig auf den Anpfiff einer neuen erstklassigen Ära präsentiert sich unter fcwinterthur.ch eine moderne, mobil ausgerichtete Website, für Fans, Sponsor:innen, Aktive und die ganze Stadt. Lediglich ein Unterbruch von 90 Sekunden zeugte zwischenzeitlich von der Umstellung.
Die Automatisierung durch den Datenabgleich über Schnittstellen der Liga hilft nicht nur, die Kommunikation mit der Aussenwelt zu vereinfachen, sondern auch das interne Team des FCW zu entlasten. Ergänzend wird die neue Umsetzung dem Anspruch gerecht, die Hoheit über die eigenen News wieder vermehrt von Social Media Plattformen zu lösen und selbst als Info-Hub aufzutreten. Es stützt nicht zuletzt die Ideale des FC Winterthur, dass über eine Social Wall niemand mit datenrechtlichen Bedenken von News ausgeschlossen ist.
Bezüglich nackter Zahlen gestaltet sich ein Vergleich sehr schwierig, durch den Aufstieg und das damit ausgelöste zusätzliche Interesse zeigen alle Kurven unweigerlich nach oben.
Gemäss einer Umfrage der ZHAW aus dem Jahr 2022 spielt die Webseite des Clubs aber definitiv ganz vorne mit und landet schweizweit auf dem hervorragenden zweiten Platz, worüber wir uns natürlich besonders freuen.
Wir danken dem FC Winterthur für das grosse Vertrauen und sind stolz, mit der Website ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Institution FCW zu sein.