Sportheldinnen
Plattform zum Heft
«Liebe Unterstützer:innen. Wir möchten mit sportheldinnen.ch das Engagement von Frauen im Sport sichtbarer machen und junge Mädchen für Bewegung begeistern. […] Das ganze soll mit einer Sammelheftaktion starten und dann grosse Wellen schlagen. Sportliche Grüsse, Melanie Meyer» Mit diesen Zeilen nahm eine beeindruckende Reise ihren Anfang. Das BfE ist stolz, seit dem ersten Anpfiff bei diesem Projekt dabei zu sein.
Die Auftraggeberin
IdéeSport setzt sich für die Förderung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens ein. Es unterstützt Menschen dabei, ihre persönlichen Fähigkeiten zu entwickeln, um ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Jährlich organisiert IdéeSport über 3500 Veranstaltungen an rund 180 Orten, die von über 150 000 Personen besucht werden. Die Programme und Angebote von IdéeSport sind kostenlos und finden in einem geschützten, respektvollen und gewaltfreien Umfeld statt. Sie richten sich an verschiedene Altersgruppen von «null bis jugendlich».
Das sagt die Kundin
Projektverantwortliche
Die Ausgangslage
Wir wissen es, und Studien bestätigen es: Bewegung ist wichtig – doch in der Realität sind Mädchen und junge Frauen deutlich weniger aktiv als Jungs. Oft fehlt es an Vorbildern oder schlicht an Bewusstsein. Und genau hier wollte unsere Kundin Stiftung IdéeSport ansetzen.
Anlässlich der Fussball-EM haben wir daher eine Website umgesetzt und das als Printmagazin fertig gestaltete Sammelheft digitalisiert. Allerdings nicht primär für die Kinder selbst, sondern für ihre wichtigsten Unterstützer:innen: Eltern, Lehrer:innen, Kommunen und andere Schlüsselpersonen oder -organisationen. Denn wenn wir mehr Mädchen für den Sport begeistern wollen, brauchen wir genau diese Multiplikator:innen als Verbündete.
Der Auftrag
In einem sehr überschaubaren Zeitraum von insgesamt 4 Monaten waren konzeptionelle Überlegungen, grafische Anpassungen und die Entwicklung der Plattform inklusive Rollouts mit sprachspezifischen Domains zu klären. Die Umsetzung sollte in schnellen Sprints erfolgen.
Fast zeitgleich mit der Konzeption mussten Figma-Click-Dummies zur Visualisierung erstellt werden. Neben der Umsetzung von Print-Layouts und -Grafiken umfasste der Auftrag auch das User-Experience-Design und die Benutzerführung durch die Inhalte.
Der weitere Auftrag beinhaltete eine responsive, mehrsprachige Umsetzung der Plattform mit Craft CMS. Die zusätzlichen Aufgaben des Grafikteams waren die Animation einzelner Designelemente und das Einbringen einer gewissen Dynamik in die ansonsten recht statische Plattform.
Die Herausforderung
Inhaltlich war eine besondere Herausforderung das Zusammenspiel zwischen dem Sammelheft für Kinder und Jugendliche und der Onlinepräsenz für Erwachsene. Denn: Eltern und Unterstützer:innen sollten nicht primär Bilder sammeln, sondern schnell den Grundgedanken und die Botschaft erfassen. Das Vertrauen in die Initiatorin war ein ständiger Begleiter und ihre Ziele durften nicht aus den Augen gelassen werden, denn spielerische Elemente sprechen zwar junge Sammler:innen an, können aber in pädagogischen Kreisen durchaus auf Skepsis stossen.
Wir mussten ein stimmiges Design entwickeln, das beide Welten vereint und eine einfache Navigation für die verschiedenen Zielgruppen gewährleistet. Zudem galt es, die vielen sportlichen Erfolgsgeschichten in ein dynamisches Content-Konzept zu integrieren, das einfach aktualisiert werden kann.
Der Prozess
Den Auftakt bildete ein zielgerichteter Kick-off-Termin mit allen Beteiligten. Gestützt auf die Bedürfnisse sowie die Ziele und Wünsche wurden einerseits die Inhaltsarchitektur und andererseits das Pflichtenheft mit allen zu diesem Zeitpunkt bekannten Funktionalitäten erstellt.
Das Projektteam der Stiftung IdéeSport konnte während des Designprozesses durch den so entstandenen klickbaren Entwurf laufend Einfluss nehmen und allfällige Lücken in der Darstellung und den Inhalten erkennen. Dank der kurzen Wege blieb das Projekt effizient und konnte mit einer pixelgenauen Umsetzung der Vorgaben termingerecht lanciert werden.
Nun folgt der Betrieb der Plattform, wobei sich bereits Erweiterungen des Funktionsumfangs abzeichnen – natürlich in Abhängigkeit davon, wie sich das reale Projekt mit den Jugendlichen entwickelt.