Animation des Projekts Technorama Didaktik Explorer

Technorama
Didaktik Explorer

Das Swiss Science Center Technorama entwickelt sein Angebot für Schulen weiter: Digitale Inhalte erleichtern die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, während ein optimiertes Buchungssystem den Zugang vereinfacht. So entstand ein neues, ganzheitliches Didaktiktool für Lehrpersonen und Klassen.


Die Auftraggeberin

Das Technorama in Winterthur macht zahlreiche Phänomene aus Natur und Technik interaktiv erlebbar und lädt dazu ein, sie mit allen Sinnen zu entdecken. An vielen Experimentierstationen können Besucher:innen selbst aktiv werden und durch eigenes Ausprobieren ein tieferes Verständnis und Neugier für Wissenschaft entwickeln. Das Lernen erfolgt spielerisch durch Erleben, kreatives Tüfteln, Austausch und Herausforderungen in den Laboren.


Die Ausgangslage

2017 setzten wir die Website technorama.ch technisch um – das Design stammte von der Agentur Partner & Partner. Einige Jahre später, mitten in der Covid-Zeit, lancierten Bund und Kanton Förderprogramme für Transformations­projekte im Kulturbereich, um Betriebe digital sichtbarer und erlebbarer zu machen. Das Swiss Science Center Technorama erhielt den Zuschlag für das Teilprojekt «Audience Development Schulen» mit dem Ziel, sein Angebot teilweise digital zugänglich zu machen und Lehrpersonen besser bei der Vorbereitung ihres Besuchs mit der Klasse zu unterstützen.
Didaktische Materialien wie die beliebten Freihand­experimente sollten erstmals online bereitgestellt werden, um den Unterricht vor- und nachzubearbeiten. Gleichzeitig zeigte sich, dass das bestehende Buchungssystem für Lehrpersonen unnötige Hürden aufwies, weil Angebote und Tool nicht ausreichend miteinander verknüpft waren.
Wir begleiteten das Technorama dabei, diese Herausforderungen zu lösen und ein neues digitales Erlebnis für Schulen zu schaffen.

Der Auftrag

Zusätzlich zur bestehenden Website sollte ein neues Web-Interface entstehen, das Lehrpersonen wie auch allen anderen Besucher:innen eine deutlich einfachere Planung ihres Technorama-Besuchs ermöglicht. Damit Informationen nicht länger aus verschiedenen Quellen zusammengesucht werden müssen, sollte ein einziger, durchgängiger Prozess entstehen – von der Inspiration über die inhaltliche und zeitliche Planung bis hin zur finalen Buchung. Somit muss nicht mehr zwischen Website und Buchungstool gewechselt werden.
Das neue Tool sollte das gesamte Technorama-Angebot intuitiv durchsuch- und filterbar machen, mit Merklisten-Funktion und klarer Einordnung in den Lehrplan 21. Gleichzeitig galt es, die Vielfalt des Technorama erlebbar zu gestalten: Exponate, Ausstellungen, Shows, Workshops, Aktivitäten und Freihandexperimente sollten attraktiv, logisch verknüpft und nach barrierefreien Angeboten kategorisiert dargestellt werden – ganz im Sinne einer inklusiven Nutzerführung.


Die Herausforderung

Eine zentrale Herausforderung bestand darin, die komplexen Anforderungen in ein Interface zu übersetzen, das trotz inhaltlicher Tiefe übersichtlich bleibt und intuitiv bedienbar ist. Unterschiedliche Zielgruppen brachten logischerweise unterschiedliche Bedürfnisse mit – von Lehrpersonen über Familien bis hin zu internen Fachbereichen. Es galt, Features zu priorisieren, sinnvolle Kompromisse zwischen Funktionsvielfalt und einfacher Bedienbarkeit zu finden und gleichzeitig Faktoren wie Kosten/Nutzen, Skalierbarkeit, Wartbarkeit und Performance im Blick zu behalten. 
Auch technisch erforderte das Projekt Weitsicht: Bestehende Schnittstellen und interne Strukturen mussten sauber integriert werden, insbesondere mit Blick auf die sich weiterentwickelnde Systemlandschaft des Technorama – etwa zukünftige Funktionen der Buchungsplattform. Gleichzeitig sollte das neue Tool einen nachhaltigen Mehrwert schaffen, und digitale Orientierung bieten, jedoch den Besuch vor Ort nicht vorwegnehmen, sondern vielmehr Lust darauf machen.

All dies musste in vier Sprachen funktionieren und in einem Interface zusammenfinden, das das Technorama auch digital als Ort des Staunens zeigt.


Der Prozess

Der Projektprozess war geprägt von einer engen Zusammenarbeit. Die Kundin hatte bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet: Das Didaktik-Team und die IT hatten einen detaillierten Feature-Katalog erstellt, Zielgruppen befragt und wertvolle Erkenntnisse aus Prototypen-Tests eingebracht. Auf dieser Basis übernahmen wir die Analyse des Katalogs, klärten konzeptionelle Fragen und prüften die technische Machbarkeit.

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Darauf folgten die Verfeinerung der ersten Wireframes sowie die detaillierte Ausarbeitung von UI und UX. In Figma entstand ein klickbarer Prototyp, der schrittweise verfeinert wurde. Parallel dazu wurde das MVP definiert, und die Projektphasen wurden in Sprints strukturiert.

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Technisch entwickelten wir eine Architektur, die das Stöbern und Entdecken besonders angenehm machen sollte – mit konsequentem Fokus auf Performance. Die Wahl fiel auf ein reaktives Framework und eine Single-Page-Application in Vue.js, die sogar synchrones Arbeiten über mehrere Bildschirme hinweg ermöglicht: Während auf einem Screen Angebote entdeckt und auf die Merkliste gesetzt werden, lässt sich diese auf einem zweiten Screen in Echtzeit organisieren

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Eine XML-Schnittstelle zur internen Exponate-Datenbank des Technorama wurde implementiert, zudem erfolgte die Evaluation und Einführung von CraftCMS, das Inhalte in vier Sprachen verwaltbar macht. Anschliessend setzten wir das System technisch um und unterstützten bei der Inhaltserfassung sowie der Migration der Daten.

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Ganz im Sinne des Anspruchs vom Technorama, allen zugänglich zu sein, sind nun auch Arbeitsblätter mit METACOM-Gebärdenpiktogrammen online verfügbar

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Das Resultat

Das neue Tool ist heute produktiv im Einsatz und an verschiedenen Stellen der Technorama-Website integriert. Die Rückmeldungen der Lehrerschaft sind positiv – das Interface wird intensiv genutzt und hat sich im Alltag der Schulen etabliert. Besonders erfreulich ist, dass im didaktischen Bereich ein spürbarer Mehrwert geschaffen werden konnte. Lehrpersonen finden schneller, was sie benötigen, und können ihren Besuch effizient vorbereiten. Gleichzeitig lässt sich das gesamte Technorama-Angebot dank Echtzeitsuche und präzisen Filtern sehr intuitiv durchstöbern. Wir sind zufrieden!  

Und doch haben wir einen Kritikpunkt: Eine nahtlose Integration der Booking-Plattform ist noch nicht möglich. Irgendwann vielleicht?


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